Notgeld der Stadt Tangermünde (zurück)

Was ist Notgeld?

Als Notgeld bezeichnet man Ersatzzahlungsmittel, die den Mangel von staatlichen, hoheitlichen Münzen, Banknoten sowie Geldscheinen lindern oder beheben sollten. In Krisenzeiten wurden wertvolles Material wie Gold, Silber oder Kupfer, aus denen ja Münzen vielfach bestanden, gesammelt, gehortet und somit dem normalen Geldkreislauf entzogen.

Während Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen war oft die Versorgung mit Zahlungsmitteln unterbrochen und/oder trat ein erhöhter Bedarf ein. So ver-suchte man, durch die Ausgabe von Notgeld, diese Schwierigkeiten zu lindern. Schließlich, in den Zeiten von Inflation und Geldentwertung kamen die offiziellen Stellen nicht mehr nach, den immer rasanteren Bedarf an Geldzeichen mit ständig steigenden Nennwerten zu decken. Das Notgeld war gefordert diesem Übel abzuhelfen.

Notgeld - keine neuzeitliche Erscheinung

Notgeld wurde in Deutschland zu Beginn des Jahrhunderts nahezu von „jedermann" emittiert. An erster Stelle sind die Kommunen, also Städte und Gemeinden, zu nennen, die die Probleme ihrer Bürger am unmittelbarsten zu spüren bekamen. Hierzu zählen auch die Kommunalverbände, Bezirksämter oder Kreisregierungen. Auch Sparkassen und Kreditinstitute beteiligten sich durch die Ausgabe von Schecks und Platzanweisungen, die als Notgeld umliefen. Nicht zuletzt waren die großen Arbeitgeber gefordert der Zahlungsmittelknappheit und dem damit einher gehenden Problem „wie bezahle ich meine Arbeiter" zu begegnen.

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