Die Orgel stammt aus dem Jahre 1624 und ist ein Werk des Hamburger Orgelbaumeisters Hans Scherer dem Jüngeren. Sie ist ein Geschenk der Stadt Hamburg. 50 Prozent ihrer etwa 1900 Pfeifen sind noch orginal.
Die bronzene Taufe ist laut ihrer Inschrift 1508 von dem Braunschweiger Bronzegießer Hinrich Mente gegossen. Aufgenietet sind eine Kreuzigungsgruppe, Erzmärtyrer Stephanus mit Steinen (Marterwerkzeuge), Maria mit Christuskind und die Heilige Anna Selbdritt.

Die Sakristeitür aus Eiche gehört zum Orginalbestand, ebenso wie die Wandmalerei die den Hl. Antonius mit Ordenstracht und Antoniuskreuz darstellt. Zu seinen Füßen sieht man ein Schwein. Der Hl. Antonius wurde als Schutzherr der Haustiere und als Patron der Kranken verehrt.

Die 1619 entstandene steinerne Kanzel ist vermutlich eine Arbeit des in Magdeburg nachweisbaren Bildhauers Christoph Dehne. Sie ist von hervorragender Quallität. Dargestellt ist Mose als Kanzelträger, der sich grübelnd über die Gesetzetafeln beugt. Das Relief zeigt von links nach rechts folgende biblische Themen: Verkündigung an Maria,Anbetung der Hirten,Beschneidung Christi,die Kreuzigung sowie die Opferung Isaaks,die Aufrichtung der ehernen Schlange und die Grablegung.
Das Himmelfahrtsloch im Langhausgewölbe spielte in der mittelalterlichen Auferstehungsliturgie eine wichtige Rolle. Durch dieses wurde vor den Augen der Gemeinde eine Holzskulptur als auffahrender, auferstandener Christus hoch gezogen.
In einer Seitenschiffnische befindet sich das Andachtsbild Christus in der Rast. Auf dem Wege zur bevorstehenden Kreuzigung ruht sich der von allen verlassene Christus auf einem Stein aus. Im südlichen Querarm befindet sich ein weiteres Andachtsbild :Christus als Schmerzensmann.
Im Chorumgang stehen folgende Figuren: eine Marienskulptur von 1502, Jakobus der Ältere(1420/30), ausgestattet mit Stab und Pilgerhut, ca hundert Jahre jünger eine Trauernde mit Kopfschleier, möglicherweise eine Maria aus einer Grablegungsgruppe und eine weibliche Heilige die nicht näher benannt werden kann. Ihr Gewand und ihre Haare zeigen die Entstehung um Mitte des 15. Jahrhunderts an.
Eine Skulptur, eingestellt in ein Hirschgeweih, hängt vom Gewölbe herab. Die sogenannte Jungfer Lorenz von ca 1460 ist ein Votivbild, wurde aus Dankbarkeit für eine besondere göttliche Fügung gestiftet. Der Sage nach verirrte sich die Jungfer im Wald und wurde von einem Hirsch in die Stadt zurück gebracht.
Das nördliche Seitenschiff wird von einer hölzernen Empore eingenommen. In der kunstvollen Brüstung befinden sich 54 Bildfelder mit biblischen Szenen, überwiegend aus dem Genesis. Die Bider stammen vermutlich überwiegend vom selben Maler, der jedoch unbekannt ist. Unter den Bildern befinden sich die Namen der Stifter mit deren Hausmarke- Tangermünder Bürger.

Der barocke Hochaltar entstand 1705 im Zuge der Weiterführung des Kirchenbaus. Ein großer hözerner Aufbau zu drei Geschossen mit Türen für den Abendmahlsumgang der Gemeinde. Im Hauptgeschoß:Christus am Kreuz und zu seinen Seiten: Moses und Johannes -seine Vorboten. Als "Löwe von Stamme Juda" gerahmt, siegend über Tod und Teufel.

Als Staffierer des Altars wird der Magdeburger Meister Franziskus Matthäi genannt.