Sightseeing - Tangermünde

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Sightseeing

Das Tangermünder Rathaus. Ältester Teil des Gebäudes ist der Ostflügel, welcher vermutlich durch den in der Mark Brandenburg und in Pommern wirkenden Baumeister Hinrich Brunsberg 1430 errichtet wurde. Der quer gerichtete Baukörper mit der Gerichtslaube wurde 50 Jahre später angebaut. Bemerkenswert ist die 24 Meter hohe aus Backstein gemauerte Schauwand. Hinter ihr befindet sich der prächtige Rathausfestsaal. Das Brunsberg-Bauwerk enthält nur zwei Räume und keine eigene Treppe, erst 1618 wurde eine hölzerne Außentreppe angelegt, die 1846 durch eine nach Plänen von Friedrich August Stüler erbaute Treppe mit Laubengang ersetzt wurde. Über diese Treppe sind heute der Rathausfestsaal und die Ratsstube zu erreichen. Die Ratsstube ist das heutige Trauzimmer. Beide Räume können bei Stadtführungen besichtigt werden.
Das Neustädter Tor gehört zu den schönsten mittelalterlichen Toranlagen im norddeutschen Raum. Der rechteckige Turm wurde um 1300 erbaut. Der Rundturm und der Mittelbau entstanden um 1450. Über dem Torbogen sind 1897 folgende Wappen aufgemalt worden (von links beginnend):
-preußischer Königsadler
-Reichsadler des Bismarkreiches mit dem aufgelegten Hohenzollernschild
-Tangermünder Adler
-Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation
-Brandenburgischer Adler
Unmittelbar am Neustädter Tor steht die ehemalige Pfarrkirche St. Nikolaus. Der heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der reisenden Kaufleute und Schiffer gewesen. Die Kirche entstand wohl um 1200 und ist ein Feldsteinbau, der im Laufe der Jahrhunderte manche Veränderung erfuhr. Schon seit dem Ende des 16. Jahrhundert ist diese Kirche profanisiert. Sie dienste als Krankenhaus, als Wach- und Arrestlokal der einstigen Tangermünder Garnision, als Polizeigefängnis und als Wohnung. 1856 baute man den Chorraum zu einem Spritzenhaus der Feuerwehr um, was noch zu erkennen ist. Der spätgotische quadratische Kirchturm (etwa 1460/ 70) mit seinem schiefergedeckten Walmdach steht an der Stelle eines vermuteten älteren Turmes, fast genau vor dem Torbogen des Neustädter Tores, und kann somit als Wehrturm gedient haben. Nach den derzeitigen Erkenntnissen der Stadtgeschichtsforschung muss die Nikolaikirche zu einer kaufmännisch-gewerblichenen Niederlassung des 12. Jh.  gehört haben, die der Stadt vorausging. Der heutige Bau wurde dann zur ersten Pfarrkirche der Stadt, die sich in den ersten Jahrzehnten des 13. Jh. aus der genannten Kaufmannssiedlung entwickelte und 1275 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf dient die Kirche nun seit 2000 als urgemütliche Gaststätte im mittelalterlichem Stil. Sie heißt nun "Zecherei St. Nikolai". Hinter Bleiverglasung und bei Kerzenschein, umgeben von über 800 Jahre alten dicken Mauern, warten Throngestühl, Kanzel, Beichtstuhl und Badezuber, dass der Gast eintritt um ihn auf eine Reise ins Mittelalter mit zu nehmen.
Der Schrotturm. Dieser Wehrturm war im Mittelalter nur halb so hoch. 1825 ließ ein Tangermünder Kaufmann ihn auf eine Höhe von 47 Metern bringen, um dann im Jahr darauf in ihm eine Schrotgießerei einzurichten, die bis etwa Mitte 19. Jhd. In Betrieb war. Zu diesem Zweck wurden die fünf alten Gewölbedecken der einstigen Stockwerke herausgeschlagen. Dann konnte man mit dem Gießen von Schrotkugeln beginnen. Oben im Turm wurde das Blei geschmolzen, mit Arsen vermischt und durch Tonsiebe hinuntergegossen. Unten standen Wasserbottiche, in denen sich die durch die Fallbewegung entstandenen Schrotkugeln abkühlten. Diese Schrotgießerei gab dem Turm seinen heutigen Namen.

Bei den Putinnen handelt sich um zwei Türme, die auf der Stadtmauer stehen 30 Meter voneinander entfernt. Der westliche Turm schützt eine Treppe, um den Zugang zum Fluss zu gewährleisten.Tangermünde besaß im 18. Jahrhundert nur 12 Brunnen, die mitunter kaum die nötige Menge Trinkwasser liefern konnten. Der östliche Turm diente einst als Bürgergewahrsam. Von 1819 - 1833 befand sich in diesem Gebäude das älteste Eichamt der Altmark.
Der Eulenturm ist ein zur historischen Stadtbefestigung gehörender Wehrturm in TangermündeDer 24 Meter hohe Turm gehörte zur heute nicht mehr bestehenden Tor-Turm-Anlage genannt Hühnerdorfer Tor. Der quadratische Unterbau entstand um 1300 und enthielt ein Verließ, dass ursprünglich nur durch ein Loch im Fußboden des darüber liegenden Stockwerkes zu erreichen war. Um 1460/70 wurde der obere achteckige Teil des Turms errichtet, in dem sich auch die Wachtstube befand. Die am Turm befindlichen Erker dienten dazu, dem Wachpersonal den Blick in alle Himmelsrichtungen zu ermöglichen. Auf dem Turm befindet sich eine mit einem Zinnenkranz versehene Plattform. Die Entwässerung erfolgt über vier WasserspeierDer Eulenturm befand sich am Innentor. Etwas weiter nördlich, kurz vor der Einbiegung zur Schlossfreiheit, befand sich das Vortor. Beide Tore waren durch Zwingermauern miteinander verbunden. An der südwestlichen Ecke des Turms ist noch heute der Ansatz zum Innentorbogen zu sehen. Über diesen Torbogen führte ein Wehrgang in den Turm. Dieser Zugang wurde später vermauert. 1871 wurde das Vortor abgerissen. Ende der 1880er Jahre folgte der Abbruch der sich nördlich an den Turm anschließenden Stadtmauer. Der ehemalige Anschluss der Stadtmauer an den Turm ist noch heute zu erkennen. Seitdem steht der Turm frei.

Der Steigberg: Diese Treppe führt hinauf zur Stadt. Sie wurde mit einem Wehrturm überbaut und war ein wichtiger Weg hinunter zum Fluss. Der Steigberg ist ein weiterer, später durchbrochener Wehrturm, vor dem einstmals eine kleine Bastion (Festungsrondell) vorgelagert war. Diese ist heute noch als Erdhügel zu erkennen. Diese Bastion wiederum schützte die nahe gelegene Rossfurt im Falle eines Angriffs. Die Stadtmauer am Steigberg ist ein beliebtes Fotomotiv, da sich hier die kleinen Stadthäuser wie Schwalbennester über der Mauerkrone befinden.
Tangermünde gehört zu den wenigen Städten, die über eine noch fast vollständig erhaltene Stadtmauer aus dem Mittelalter verfügen. Auf ca. 1,8 Kilometer Länge umschließt sie die Altstadt. Die erste Mauer wurde aus Feldsteinen um 1300 errichtet und in späteren Erweiterungen als Backsteinmauer ausgebaut. Da sie im 19. Jahrhundert wegen der rasant fortschreitenden Waffentechnik ihre Funktion verloren hatte, verfiel sie zunächst. In den 1890er Jahren ließ Kaiser Wilhelm II. die Mauer aufwändig restaurieren. Heute zeigt sie sich besonders elbseitig mit ihren Wehrtürmen und Strebepfeilern wieder in alter Pracht.
rechtes Bild: Ältester erhaltener, noch aus Feldsteinen bestehender Teil, der um 1300 errichteten ersten Mauer.
Am Zollensteig steht die Elisabethkapelle, im 13. Jh. gegründet und um 1660/ 70erneuert. Die Kirche gehörte ursprünglich zu dem gleichnamigen Hospital. Die Heilige Elisabeth (1207-1231), Landgräfin von Thüringen, genoss als Helferin der Kranken und Armen besonders im 13. Jh. große Verehrung. Den Abschluss nach Westen bildete bei der Elisabethkapelle ein Pfeilergiebel mit einem Glockentürmchen, vorgelegten Taubandstäben und Terrakotten als Schmuckelemente. Bei dem großen Stadtbrand 1617 ging das Hospital in Flammen auf. Nach einem weiteren Brand von 1678 diente die Kapelle bis in das 19. Jh. hinein als staatliches Salzmagazin. Deshalb heißt die Kirche im Volksmund bis heute Sazkirche. Das hier eingelagerte Salz kam aus Lüneburg, später auf dem Wasserweg aus Halle und Schönebeck. Von 1891 bis 1926 wurde die Elisabethkapelle von der 1888 gegründeten katholischen Gemeinde genutzt und diente in dieser Zeit noch einmal ihrem ursprünglichen Zweck als Gotteshaus. 
Das Dominikanerkloster in Tangermünde wurde 1434 gegründet. Nach der Einführung der Reformation (Thesenanschlag Wittenberg, 1517) wurde es aufgelöst. In Tangermünde setzte sich die lutherische Reformation erst 1538 durch. Die neue Kirchenordnung bestimmte die Stephanskirche zur alleinigen Pfarrkirche im Ort. 
 
 
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